Wenn es das Betriebssystem Windows XP aus dem Jahr 2001 nicht gegeben hätte, dann würde die Welt heute vielleicht ganz anders aussehen. Zumindest hätten wir heute keine Vergleichsmöglichkeit zu den aktuell gängigen Betriebssystemen. Windows XP ist nach wie vor ein sehr gutes Betriebssystem, obwohl Microsoft es seit dem Frühjahr 2014 nicht mehr aktuell hält bzw. mit Sicherheitsupdates beliefert.

Jeder, der sich irgendwie mit Rechnern beschäftigt, hat irgendwo noch eine Scheibe mit Windows XP herumliegen, vielleicht sogar mit Schlüssel. Ich sage: Bloss nicht in die Tonne kloppen! Denn: 1. XP hat schon so manchen alten Rechner wiederbelebt, 2. Man kann XP nahzu komplett nach eigenen Wünschen einrichten und 3., last but not least, XP ist sparsam. Die Krankheit der aktuellen Betriebssysteme ist, dass sie ungeheuerlich viel Arbeitsspeicher schlucken. Windows 7 braucht mind. 1 GB, um halbwegs flüssig zu laufen. Windows 10 nervt nicht nur mit immer neuen, furchtbar wichtigen Updates, nein, es erwartet auch mind. 2 GB Arbeitsspeicher. Darunter ist die Arbeit mit beiden Betriebssystemen kein Vergnügen. Auch die bedeutenderen Linux Distributionen brauchen immer mehr und machen mit im Trend zu immer mehr Arbeitsspeicher. Dabei - das ist natürlich nur etwas für Fachleute - laufen dann Dienste und Applikationen mit, die ein normaler Nutzer nie im Leben braucht.

Windows XP aber bringt auch schmalbrüstige ältere Note- und Netbooks in Schwung. 256 MB Arbeitsspeicher reichen völlig aus, darunter geht es auch. Auch bringt das Betriebssystem alles mit, zumindest in der Anlage und mit ein wenig Handarbeit, was die anderen auch haben. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man XP von vorne bis hinten nach dem eigenen Geschmack "designen" kann. Es kann aussehen wie ein ChromeBook, es kann aussehen wie Linux Cinnamon oder wie heruntergestrippelt auf das Aussehen von Windows 98.

Ein Haken ist allerdings dabei. XP ist immer noch weltweit im Einsatz und die Struktur des Betriebssystem ist, Windows-typisch, weltweit bestens bekannt. Jeder Baukasten Hacker kann XP zu Fall bringen. Niemand sollte XP ungeschützt im Netz verwenden. Ungeschützt, das heisst es muss eine gute Firewall und ein perfekter Viren- und Trojanerscanner her. Auch MS eigne Baseline Security ist schon eine Hilfe. Das XP-eigene EMailprogramm Outlook Express ist zwar schön einfach, aber offen wie ein Scheunentor. Also, Finger davon lassen.

Viele der bekannten Software-Programme laufen nach wie vor, einige aber nicht (mehr). So machen Google und Mozilla z.B. einen Bogen um XP, aktuelle Chrome- und Firefox Browser laufen nicht mehr unter XP, und einige andere Dinge auch nicht. Man kann aber immer noch zu den älteren Versionen (vor 2015) zurückkehren.

Fazit: Es gibt also keinen Grund ältere Geräte im Keller verstauben zu lassen. Mit Windows XP tun sie es allemal und ohne Gedöns und Schnörkel. Wenn man mit den wiederbelebten Geräten ins Internet geht, sollte man der Datensicherheit seine Aufmerksamkeit schenken und gleich entsprechende Software installieren.

Bringen Sie XP mindestens auf den Stand vom Mai 2014.

 

Nachtrag: 

Mit einem kleinen Trick ist es möglich weiterhin Updates für das Betriebssystem Windows XP aus dem Hause Microsoft geliefert zu bekommen. Der Support für die "embedded" Version endet erst Ende 2019.

Legen Sie mit Notepad eine txt-Datei an und tippen Sie folgendes ein:

Windows Registry Editor Version 5.00 

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\WPA\PosReady]

"Installed"=dword:00000001 

Diese Datei speichern Sie dann mit der Endung *.reg und klicken diese doppelt. Ihre Registratur wird um den Eintrag erweitert und Sie erhalten ab sofort Updates für XP (genauer gesagt: für die eingebettete Version von Win XP, wie sie häufig von Firmen noch verwendet werden muss. Auch für ein System, das aktuell auf dem Stand von Mai 2014 gehalten wurde, kommen mittlerweile über 110 aktuelle und wichtige Updates hinzu.

Viel Spaß weiterhin mit Windows XP!

Die letzten ihrer Art

Die beiden Browser Firefox und Chrome haben im Jahre 2016 die Unstützung für Windows XP eingestellt. Die beiden Browser sind nach wie vor funktionsfähig, sie erhalten aber keine Sicherheits- und Funktionsupdates mehr. Hier gilt das gleiche wie für das Betriebssystem XP selbst: mit Vorsicht geniessen.

Sie können hier die beiden Browser als Portables in der letzten XP-tauglichen Version herunterladen. Wenn Sie Sync bei Firefox nicht mögen, dann schalten Sie es einfach ab.

  Google Chrome XP (selbstentpackende exe-Datei)

  FirefoxPortableXP (selbstentpackende exe-Datei, Version 52)

 SpiderPlayerXP  (selbstentpackende exe-Datei - der beste MP3 & Medienplayer seiner Zeit)

 

Update Packs für Windows XP

Dies ist die aktuellste Version des Update Packs für Windows XP mit Service Pack 3, Stand: 14.05.2014), zu finden bei WinFuture. Es sind alle relevanten Patches enthalten, die Microsoft seit der Veröffentlichung des Service Pack 3 zum Download bereitgestellt hat.

Ideal wenn Sie ein oder mehrere neu installierte Windows Betriebssysteme auf den aktuellsten Stand bringen wollen, ohne die Updates einzeln herunterzuladen. Bitte beachten Sie, dass Microsofts Service Pack 3 für Windows XP installiert sein muss.

  Zur Downloadseite

 

Windows XP Professional x64 Edition als ISO

Das Paket, das bisher nur in englischer Sprache vorliegt, mißt 560 Megabyte und kann entweder per CD geordert oder herunter geladen werden. Vorausgesetzt wird eine CPU mit 64-Bit-Erweiterung (AMD Athlon 64, AMD Opteron, Intel Xeon mit Intel EM64T, Intel Pentium 4 mit Intel EM64T, kein Itanium!), 512 MB RAM und 1,5 GB freier Festplattenspeicher.

  Zum Download der ISO  (Alternativ)

 

XP auf einen USB-Stick bringen

Wenn Sie Windows XP von einem USB-Stick aus installieren möchten, genügt es nicht, die Dateien und Verzeichnisse der Installations-CD auf den Stick zu ziehen. Stattdessen sollten Sie für die Vorbereitung des Datenträgers ein spezielles Programm wie WinSetupFromUSB verwenden:
1. Laden Sie die kostenlose Software WinSetupFromUSB herunter. Starten Sie die EXE-Datei, um die Anwendungsdaten in ein beliebiges Verzeichnis auf Ihrer Festplatte zu entpacken. Anschließend starten Sie das Programm.
2. Wählen Sie in der Dropdown-Liste unter "USB disk selection and format tools" Ihren USB-Stick aus. Sollte dieser nicht angezeigt werden, klicken Sie auf den Refresh-Button.
3. Setzen Sie das Häkchen bei "Auto format it with FB". Die weiteren Formatierungseinstellungen lassen Sie unverändert.
4. Setzen Sie ein weiteres Häkchen bei "Windows 2000/XP/2003" und geben Sie das Stammverzeichnis mit den Installationsdateien von Windows XP an. Dies kann beispielsweise der originale Datenträger in Ihrem DVD-Laufwerk sein. Verwenden Sie eine ISO-Datei von Windows XP als Grundlage, müssen Sie diese zunächst als virtuelles Laufwerk einbinden oder deren Inhalt in ein Verzeichnis auf Ihrer Festplatte extrahieren.
5. Klicken Sie nun auf den Go-Button und warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Bedenken Sie, dass dabei alle auf dem Datenträger befindlichen Dateien gelöscht werden. Der USB-Stick ist nun bereit für die Installation.

Mit WinSetupFromUSB installieren Sie Windows 2000, XP, 2003, Server 2008, Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10, BartPE, Parted Magic und diverse Linux-Distributionen vom USB-Stick.

 

  Weitere ISO-Downloads WebforPC ServicePack 3  / 

  Nützlich

XP-AntiSpy  /  WinSetupFromUSB  /  Ein paar alte PC-Spiele