Land der Kartoffeln

Mein Haus nimmt Flüchtlinge und Verfolgte auf, versorgt sie und gibt ihnen die Möglichkeit sich einzugliedern, wobei mein Haus sehr tolerant ist. Das Gastrecht hat eine hohe Bedeutung. Das Wort „Haus“ steht hier für die Bundesrepublik Deutschland. Wenn aber ein Gast, unerheblich ob dieser Gast noch einen deutschen Pass neben seinem Herkunftspass hat, sich nicht an die Hausregeln hält, randaliert, kriminell wird oder ist und auch noch Helfer wie Feuerwehr, Sanitäter und Polizei bedroht und verletzt, dann hat er sein Gastrecht verwirkt. Das mit allen Konsequenzen und ohne Ansicht der Herkunft, der Religion oder der Hautfarbe.

Warum wird bei den Kartoffeln alles zerredet? Wir sind nicht verpflichtet solche Menschen zu integrieren. Wir leben nicht mehr in Zeiten der alten Germanen, wo ein Hausfriedensbrecher bis zum Hoftor begleitet wurde, und wenn er nicht schnell genug gelaufen ist, dann wurde er kurzerhand erschlagen. Diese Zeiten sind vorbei – erfreulicherweise. In Deutschland hat einzig und allein der Staat das Gewaltmonopol und rechtsfreie Räume, egal ob damals Hafenstrasse Hamburg, Kirchen oder Ausländer-Kiez, können nicht geduldet werden. Oder will sich dieser Staat abschaffen, wie manche Querdenkende von Rechtsaußen meinen?

Ich wünsche mir mehr Stringenz und Konsequenz bei unseren Behörden. Es darf nicht zu solchen Fehlern kommen, dass gut integrierte Migranten bei Nacht und Neben aus ihrem Umfeld und ihrer Arbeit herausgerissen und abgeschoben werden, während straffällig gewordene oder kriminelle Ausländer mit Samthandschuhen behandelt werden. Das gilt im besonderen für die parasitären Clans und Sekten, die glauben hier ihr eigenes Recht durchsetzen zu können, und gleichzeitig unsere Systeme der sozialen Sicherung ausnehmen. Ein äußeres Kennzeichen dieser Strukturen ist sicherlich die Vermüllung ganzer Stadtviertel, in denen Menschen leben, die nach langen Jahren in Deutschland sich noch nicht mal auf Deutsch verständigen können. Eine Voraussetzung zum Verbleiben in diesem Land ist sicherlich der Wille und die Initiative sich anzupassen und die deutsche Sprache zu lernen. Der deutsche Stadt hält alle Hilfen dazu bereit. Wer sich nicht bemüht, kann gehen – und dabei kann ihm auch geholfen werden.

Wehe, wenn die Unzufriedenheit der Kartoffeln weiter um sich greift, oder sich die Kartoffel ungerecht behandelt oder gar benachteiligt fühlt. Ein Großteil der Deutschen sehen ihr Land zwar weltoffen, aber nicht als Einwanderungsland. Sie würden auch Wohlstandeinbußen hinnehmen, wenngleich die Wirtschaft natürlich Zuwanderung durch billige Arbeitskräfte begrüßen würde. Na und, dann schrumpfen wir eben, sagen sie.

Die Demokratie haben sich die Kartoffeln hart und unter vielen Opfern erarbeitet und manchmal wurde sie ihnen auch geschenkt. Aber 80 Jahre Einigkeit, Recht und Freiheit sind in der langen deutschen Geschichte nur ein möglicherweise vergänglicher Glücksmoment.